Mit CCH Tagetik lässt sich ein Konzernabschluss erheblich beschleunigen, indem manuelle Prozesse durch automatisierte Workflows ersetzt, Daten aus verschiedenen Quellsystemen zentral konsolidiert und Intercompany-Abstimmungen in Echtzeit durchgeführt werden. Besonders für Konzerne mit komplexen Strukturen und mehreren Tochtergesellschaften kann die Plattform die Abschlussdauer deutlich reduzieren. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um den schnelleren Konzernabschluss mit CCH Tagetik.
Welche Prozesse im Konzernabschluss lassen sich mit CCH Tagetik automatisieren?
Mit CCH Tagetik lassen sich nahezu alle zentralen Schritte des Konzernabschlussprozesses automatisieren: die Datenerfassung aus ERP-Systemen, die Intercompany-Eliminierung, Währungsumrechnung, Kapitalkonsolidierung sowie die Erstellung gesetzlicher und interner Berichte. Damit entfällt ein Großteil der manuellen Arbeit, die in vielen Finanzabteilungen heute noch mit Excel-Tabellen und E-Mail-Abstimmungen verbunden ist.
Im Einzelnen profitieren Unternehmen von folgenden Automatisierungsmöglichkeiten:
- Automatischer Datenimport: CCH Tagetik verbindet sich über standardisierte Schnittstellen und RESTful APIs mit SAP, Oracle, MS Dynamics und weiteren ERP-Systemen, sodass Einzelabschlussdaten ohne manuellen Export übertragen werden.
- Regelbasierte Konsolidierungslogik: Eliminierungen von konzerninternen Transaktionen und die Kapitalkonsolidierung erfolgen nach hinterlegten Regeln automatisch und nachvollziehbar.
- Währungsumrechnung: Wechselkurse werden systemseitig gepflegt und automatisch auf alle relevanten Positionen angewendet.
- Integrierte Validierungsprüfungen: Plausibilitätsprüfungen und Datenqualitätschecks laufen automatisiert ab und melden Abweichungen direkt im System.
- Berichtserstellung: Gesetzliche Abschlüsse nach IFRS oder HGB sowie interne Management-Reports werden auf Knopfdruck generiert, ohne separate Aufbereitung in Tabellenkalkulationen.
Durch diese Automatisierung sinkt nicht nur der Zeitaufwand, sondern auch das Fehlerrisiko erheblich. Prozesse, die früher mehrere Tage in Anspruch nahmen, können auf Stunden reduziert werden, weil Daten konsistent und geprüft im System vorliegen.
Wie lange dauert ein typischer Konzernabschluss vor und nach CCH Tagetik?
Ohne eine spezialisierte Konsolidierungslösung dauert ein Konzernabschluss in mittelgroßen bis großen Unternehmen häufig zwischen 15 und 30 Arbeitstagen. Nach der Einführung von CCH Tagetik berichten Unternehmen regelmäßig von einer Verkürzung auf fünf bis zehn Tage, in optimierten Umgebungen sogar noch weniger.
Die konkrete Zeitersparnis hängt von mehreren Faktoren ab: der Komplexität der Konzernstruktur, der Anzahl der Tochtergesellschaften, der Qualität der Quelldaten und dem Reifegrad der definierten Prozesse vor der Einführung. Unternehmen mit vielen manuellen Übergaben zwischen Systemen und Abteilungen profitieren besonders stark, weil CCH Tagetik genau diese Bruchstellen beseitigt.
Ein wesentlicher Hebel ist die sogenannte Fast-Close-Fähigkeit der Plattform: Weil Daten kontinuierlich und nicht erst zum Abschlussstichtag gesammelt werden, ist ein Großteil der Konsolidierungsarbeit bereits vor dem eigentlichen Abschlussmonat erledigt. Das macht den Monatsabschluss zu einem routinemäßigen Vorgang statt zu einem Kraftakt.
Was sind die häufigsten Ursachen für Verzögerungen beim Konzernabschluss?
Die häufigsten Ursachen für Verzögerungen beim Konzernabschluss sind fehlende oder fehlerhafte Daten aus Tochtergesellschaften, manuelle Abstimmungsprozesse bei Intercompany-Transaktionen, unklare Verantwortlichkeiten im Abschlussprozess sowie dezentral gepflegte Stammdaten ohne einheitliche Struktur.
In der Praxis lassen sich die Hauptursachen in drei Kategorien einteilen:
Datenbezogene Probleme
Wenn Einzelabschlussdaten aus verschiedenen ERP-Systemen in unterschiedlichen Formaten, Kontenplänen oder Währungen geliefert werden, entsteht erheblicher Aufwand für die manuelle Harmonisierung. Fehlende oder inkonsistente Stammdaten, etwa unterschiedliche Buchungskreisbezeichnungen oder Kontenstrukturen, verlängern jeden Abschluss spürbar.
Prozessbezogene Probleme
Viele Konzerne arbeiten noch mit E-Mail-basierten Reporting-Paketen, bei denen Tochtergesellschaften Daten in Excel-Vorlagen eintragen und zurückschicken. Diese Vorgehensweise macht es schwierig, den Fortschritt zu verfolgen, Fehler frühzeitig zu erkennen und Korrekturen effizient einzuspielen. Fehlende Workflow-Steuerung bedeutet, dass niemand auf einen Blick sieht, welche Einheiten ihre Daten noch nicht geliefert haben.
Abstimmungsbezogene Probleme
Intercompany-Differenzen, also Abweichungen zwischen den gemeldeten Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns, sind einer der häufigsten Zeitfresser. Ohne ein zentrales System, das diese Differenzen automatisch aufzeigt und Abstimmungsworkflows steuert, kann die Klärung Tage in Anspruch nehmen.
Wie unterstützt CCH Tagetik die Intercompany-Abstimmung?
CCH Tagetik unterstützt die Intercompany-Abstimmung durch ein integriertes Matching-Modul, das konzerninterne Transaktionen beider Seiten automatisch gegenüberstellt, Differenzen sofort sichtbar macht und strukturierte Abstimmungsworkflows zwischen den beteiligten Gesellschaften steuert.
Konkret funktioniert das so: Jede Tochtergesellschaft meldet ihre konzerninternen Forderungen, Verbindlichkeiten, Erlöse und Aufwendungen direkt in CCH Tagetik. Das System vergleicht die Eingaben automatisch mit den Gegenbuchungen der Partnergesellschaft. Stimmen die Werte nicht überein, wird eine Differenz ausgewiesen, und der zuständige Nutzer erhält eine Aufgabe zur Klärung, ohne dass ein E-Mail-Pingpong nötig ist.
Dieser Ansatz hat mehrere Vorteile gegenüber manuellen Abstimmungen:
- Differenzen werden in Echtzeit erkannt, nicht erst nach Datenlieferung aller Gesellschaften.
- Der Abstimmungsstatus ist für alle Beteiligten transparent einsehbar.
- Kommentare und Korrekturen werden direkt im System dokumentiert, was die Revisionssicherheit erhöht.
- Genehmigte Differenzen können mit Begründung festgehalten werden, was bei Prüfungen nachvollziehbar ist.
Gerade für Konzerne mit vielen Tochtergesellschaften und einem hohen Volumen an konzerninternen Transaktionen ist dieses Modul ein entscheidender Hebel für einen schnelleren Abschlussprozess mit Tagetik.
Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen für eine erfolgreiche CCH-Tagetik-Einführung erfüllen?
Für eine erfolgreiche Einführung von CCH Tagetik im Bereich Konzernabschluss sollten Unternehmen klare Anforderungen an Kontenplan und Konsolidierungslogik definiert haben, die Qualität ihrer Stammdaten kennen und interne Ressourcen für das Projekt bereitstellen. Eine saubere Datenbasis und definierte Prozesse sind wichtiger als die technische Infrastruktur allein.
Im Einzelnen empfiehlt sich folgende Vorbereitung:
- Anforderungsanalyse: Welche Abschlussarten (IFRS, HGB, Managementreporting) soll die Lösung abdecken? Wie viele Gesellschaften sind einzubinden? Welche Konsolidierungsschritte sollen automatisiert werden?
- Stammdatenqualität: Einheitliche Kontenpläne, gepflegte Organisationsstrukturen und konsistente Intercompany-Beziehungen sind Grundvoraussetzung für eine funktionierende Konsolidierung.
- Systemlandschaft: Die vorhandenen ERP-Systeme und deren Schnittstellen sollten dokumentiert sein, damit die Datenschnittstellen zu CCH Tagetik effizient geplant werden können.
- Interne Projektkapazitäten: Fachliche Ansprechpartner aus Konzernrechnungswesen und IT sollten für das Projekt verfügbar sein.
- Prozessdokumentation: Ein dokumentierter Ist-Prozess hilft dabei, Optimierungspotenziale zu identifizieren und die neue Lösung zielgerichtet zu konfigurieren.
Unternehmen, die diese Voraussetzungen bereits erfüllen, erleben eine deutlich reibungslosere Implementierung und schnellere Ergebnisse nach dem Go-live.
Wie lange dauert die Implementierung von CCH Tagetik für den Konzernabschluss?
Die Implementierung von CCH Tagetik für den Konzernabschluss dauert in der Regel zwischen drei und neun Monaten, abhängig von der Komplexität der Konzernstruktur, der Anzahl einzubindender Gesellschaften und dem Umfang der gewünschten Funktionen. Einfachere Umgebungen mit klaren Anforderungen können schneller produktiv gehen.
Ein typisches Implementierungsprojekt durchläuft folgende Phasen:
- Bedarfsanalyse und Konzeption: Erhebung der fachlichen Anforderungen, Definition der Konsolidierungslogik und Planung der Datenschnittstellen.
- Konfiguration und Anpassung: Aufbau der Kontenstruktur, Konsolidierungsregeln, Währungsumrechnung und Intercompany-Matching im System.
- Datenintegration: Anbindung der ERP-Systeme und Einrichtung der automatisierten Datenschnittstellen.
- Test und Validierung: Parallelbetrieb mit historischen Daten, um die Ergebnisse der neuen Lösung gegen bestehende Abschlüsse zu prüfen.
- Schulung und Go-live: Training der Anwender und produktiver Einsatz der Lösung für den ersten echten Abschluss.
Agile Projektvorgehen mit iterativen Sprints haben sich bewährt, weil Anwender frühzeitig in die Konfiguration eingebunden werden und Anpassungen schnell umgesetzt werden können. Die Dauer verlängert sich vor allem dann, wenn Stammdaten vor dem Projektstart bereinigt werden müssen oder die fachlichen Anforderungen noch nicht vollständig definiert sind.
Wie Gramke Consulting den Konzernabschluss mit CCH Tagetik beschleunigt
Gramke Consulting begleitet Unternehmen als zertifizierter CCH-Tagetik-Partner von der ersten Anforderungsanalyse bis zum produktiven Betrieb und darüber hinaus. Das Team verbindet langjährige Erfahrung in der Konzernrechnungslegung nach IFRS und HGB mit tiefer technischer Expertise in der Systemkonfiguration, Datenintegration und Prozessautomatisierung. Zu den Referenzkunden zählt unter anderem die Talanx AG.
Das Leistungsangebot für den Konzernabschluss umfasst konkret:
- Analyse und Konzeption der Konsolidierungslösung auf Basis Ihrer spezifischen Anforderungen
- Konfiguration und Implementierung von CCH Tagetik, einschließlich Kontenplan, Konsolidierungsregeln und Intercompany-Matching
- Anbindung bestehender ERP-Systeme über standardisierte Schnittstellen und RESTful APIs
- Unterstützung bei Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen auch nach dem Go-live
- Schulungen und Coaching für interne Teams, damit Ihr Konzernrechnungswesen die Lösung eigenständig weiterentwickeln kann
- Qualitätssicherung und laufende Optimierung des Berichtswesens und Forecastings
Ob Sie CCH Tagetik neu einführen, eine bestehende Implementierung optimieren oder Unterstützung in kritischen Abschlussphasen benötigen: Gramke Consulting liefert strukturierte, technisch fundierte Lösungen mit messbarem Ergebnis. Jetzt Beratungsgespräch vereinbaren und gemeinsam den nächsten Schritt zur Beschleunigung Ihres Konzernabschlusses gehen.
