Muss das bestehende Planungsmodell 1:1 aus SAP BPC übernommen werden?
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Muss das bestehende Planungsmodell 1:1 aus SAP BPC übernommen werden?

Muss das bestehende Planungsmodell 1:1 aus SAP BPC übernommen werden?

Veralteter Nachfolgeplan-Blueprint auf Glasschreibtisch neben Laptop mit digitalem Dashboard, Beraterhand am Rand, warmes Bürolicht.

Nein, das bestehende SAP-BPC-Planungsmodell muss nicht zwingend 1:1 nach CCH Tagetik übernommen werden. Eine vollständige Migration des Altmodells ist in den meisten Fällen sogar kontraproduktiv, weil beide Plattformen grundlegend unterschiedliche Datenmodellierungskonzepte verfolgen. Ein Systemwechsel bietet die Chance, überholte Strukturen zu überdenken und ein zukunftsfähiges Planungsmodell aufzubauen. Die folgenden Abschnitte beleuchten die wichtigsten Fragen rund um eine strukturierte SAP-BPC-Migration nach CCH Tagetik.

Was spricht gegen eine 1:1-Übernahme des SAP-BPC-Planungsmodells?

Eine direkte 1:1-Übernahme des SAP-BPC-Planungsmodells nach CCH Tagetik scheitert häufig daran, dass die technischen Grundarchitekturen beider Systeme nicht kompatibel sind. Was in BPC als funktionierendes Konstrukt existiert, lässt sich in Tagetik nicht ohne Verluste oder Umwege abbilden. Wer dennoch auf eine vollständige Übernahme besteht, riskiert ein technisch erzwungenes Modell, das die Stärken der neuen Plattform nicht nutzt.

Hinzu kommt ein inhaltliches Argument: Viele BPC-Modelle sind historisch gewachsen und tragen Kompromisse mit sich, die damals pragmatisch, heute aber schlicht veraltet sind. Doppelte Dimensionen, redundante Hierarchien oder umständliche Konsolidierungslogiken entstanden oft aus den Grenzen des Altsystems heraus, nicht aus fachlicher Notwendigkeit. Eine 1:1-Migration würde diese Altlasten in das neue System übertragen.

Auch aus Projektperspektive ist eine vollständige Übernahme riskant. Der Aufwand, BPC-Strukturen technisch in Tagetik zu übersetzen, ist oft größer als eine Neukonzeption auf Basis der fachlichen Anforderungen. Das Ergebnis ist ein System, das weder das Beste aus BPC noch das Beste aus CCH Tagetik bietet.

Welche Elemente des BPC-Modells können sinnvoll übernommen werden?

Nicht alles aus dem bestehenden SAP-BPC-Planungsmodell ist überholt. Fachliche Strukturen, die unabhängig von der Technologie definiert wurden, lassen sich in der Regel gut übertragen. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen plattformspezifischer Technik und inhaltlich-fachlichen Anforderungen.

Folgende Elemente eignen sich typischerweise für eine Übernahme:

  • Dimensionsstrukturen und Kontenpläne: Sofern die Kontenstruktur fachlich sauber definiert ist und den aktuellen Anforderungen entspricht, kann sie als Grundlage für das Tagetik-Modell dienen.
  • Hierarchien und Organisationsstrukturen: Kostenstellenhierarchien, Segmentstrukturen oder Gesellschaftsstrukturen bleiben in der Regel unverändert und können direkt übernommen werden.
  • Planungslogiken und Berechnungsregeln: Fachlich definierte Berechnungslogiken, etwa für Personalplanung, Investitionsplanung oder Umsatzplanung, lassen sich in Tagetik neu implementieren, wenn sie fachlich klar dokumentiert sind.
  • Berichtsstrukturen: Bestehende Berichtsformate und KPI-Definitionen können als Vorlage für das neue Reporting in CCH Tagetik genutzt werden.

Was hingegen nicht übernommen werden sollte, sind technische Workarounds, die spezifisch für BPC entwickelt wurden, sowie Skriptlogiken, die sich aus den Grenzen des Altsystems ergaben. Diese verlieren in Tagetik ihren Sinn und erzeugen unnötige Komplexität.

Wie unterscheidet sich die Datenmodellierung in CCH Tagetik von SAP BPC?

Der grundlegende Unterschied liegt in der Architektur: SAP BPC basiert auf einem OLAP-Würfelmodell mit festen Dimensionen, während CCH Tagetik eine relationale Datenbankstruktur mit einem einheitlichen, zentralen Datenmodell nutzt. Diese strukturelle Differenz hat weitreichende Konsequenzen für die Modellierung von Planungsprozessen.

In SAP BPC werden Planungsbereiche typischerweise in separaten Cubes abgebildet, was zu Silos führt und die Integration verschiedener Planungsebenen erschwert. CCH Tagetik hingegen arbeitet mit einem einzigen Datenmodell, dem sogenannten Single Point of Truth, in dem alle Finanzprozesse, Planung, Konsolidierung und Reporting auf einer gemeinsamen Datenbasis aufsetzen.

Weitere relevante Unterschiede:

  • Dimensionskonzept: In BPC sind Dimensionen strikt vordefiniert und schwer erweiterbar. Tagetik erlaubt eine flexiblere Modellierung und unterstützt mehrere Hierarchieebenen innerhalb einer Dimension.
  • Workflow-Integration: Tagetik integriert Planungsworkflows, Genehmigungsprozesse und Kommentarfunktionen direkt in das Modell, während BPC hier auf externe Mechanismen angewiesen war.
  • Regelsprache: BPC nutzt Script Logic, Tagetik setzt auf eine eigene, formelbasierte Regelsprache, die näher an Excel-Logik liegt und für Fachbereiche zugänglicher ist.
  • Integration: CCH Tagetik bietet native Konnektoren zu ERP-Systemen und unterstützt RESTful APIs für flexible Datenintegration, was eine deutlich modernere Integrationsarchitektur ermöglicht.

Wann ist eine Neukonzeption des Planungsmodells sinnvoller als eine Migration?

Eine vollständige Neukonzeption des Planungsmodells ist dann sinnvoller als eine Migration, wenn das bestehende BPC-Modell fachlich veraltet ist, die Planungsprozesse grundlegend überarbeitet werden sollen oder das Altsystem stark von technischen Workarounds geprägt ist. In diesen Fällen überwiegen die Vorteile eines Neuaufbaus deutlich.

Konkrete Indikatoren, die für eine Neukonzeption sprechen:

  • Das BPC-Modell wurde über Jahre hinweg mit Workarounds erweitert und ist schwer wartbar geworden.
  • Die Planungslogik entspricht nicht mehr den aktuellen Steuerungsanforderungen des Unternehmens.
  • Die Organisationsstruktur hat sich seit der BPC-Einführung wesentlich verändert, zum Beispiel durch Akquisitionen oder Restrukturierungen.
  • Das Unternehmen möchte die Gelegenheit nutzen, integrierte Planung, Konsolidierung und Reporting in einem einheitlichen Modell zusammenzuführen.
  • Die Akzeptanz des bestehenden Planungstools bei den Fachanwendern ist gering, und ein Neustart bietet die Chance, die Nutzerfreundlichkeit grundlegend zu verbessern.

Eine Neukonzeption erfordert zwar mehr initiale Investition, zahlt sich aber langfristig aus, weil das neue Modell von Anfang an auf die Stärken von CCH Tagetik ausgerichtet ist und keine technischen Altlasten mitführt. Für Unternehmen, die ihre Procesy plánování a vykazování nachhaltig modernisieren wollen, ist dies häufig der überlegene Ansatz.

Wie läuft eine strukturierte Planungsmodell-Migration nach CCH Tagetik ab?

Eine strukturierte Migration des Planungsmodells nach CCH Tagetik folgt einem mehrstufigen Prozess, der mit einer gründlichen Bedarfsanalyse beginnt und erst nach erfolgreicher Produktivsetzung abgeschlossen ist. Der Schlüssel liegt darin, fachliche Anforderungen sauber zu dokumentieren, bevor technische Entscheidungen getroffen werden.

Ein bewährter Ablauf umfasst die folgenden Phasen:

  1. Bedarfsanalyse und Ist-Aufnahme: Dokumentation des bestehenden BPC-Modells, Identifikation fachlicher Anforderungen und Bewertung, welche Elemente übernommen oder neu konzipiert werden sollen.
  2. Jízdní řád a koncepce: Entwicklung eines klaren Migrationsplans mit definierten Meilensteinen, Ressourcen und Entscheidungspunkten. Hier wird auch festgelegt, ob eine Migration, eine Neukonzeption oder ein hybrider Ansatz verfolgt wird.
  3. Technische Modellierung in CCH Tagetik: Aufbau des Datenmodells, Konfiguration der Dimensionen, Hierarchien und Planungsworkflows auf Basis der fachlichen Anforderungen.
  4. Datenmigration und Validierung: Übertragung historischer Plandaten, Validierung der Berechnungslogiken und Abgleich mit den Ergebnissen aus dem Altsystem.
  5. Schulung und Go-live-Support: Vorbereitung der Fachanwender auf das neue System, Durchführung von Schulungen und Begleitung während der ersten Planungszyklen im produktiven Betrieb.

Besonders in der Phase der Datenmigration und Validierung ist sorgfältige Qualitätssicherung entscheidend. Abweichungen zwischen altem und neuem System müssen nachvollziehbar erklärt und dokumentiert werden, damit das Vertrauen der Fachanwender in das neue Planungsmodell von Beginn an gesichert ist.

Wie Gramke Consulting bei der SAP-BPC-Migration nach CCH Tagetik unterstützt

Gramke Consulting begleitet Unternehmen vollumfänglich bei der Ablösung von SAP BPC und der Einführung von CCH Tagetik als führende Corporate-Performance-Management-Plattform. Als zertifizierter CCH Tagetik Partner seit 2022 verfügt das Team über tiefgreifende Expertise sowohl in SAP BPC als auch in CCH Tagetik, was eine fundierte Bewertung ermöglicht, welche Elemente des bestehenden Planungsmodells übernommen und welche neu konzipiert werden sollten.

Das Leistungsangebot im Rahmen einer Planungsmodell-Migration umfasst:

  • Bedarfsanalyse und Modellbewertung: Strukturierte Aufnahme des bestehenden BPC-Modells und Ableitung eines optimalen Migrationspfads.
  • Fachliche und technische Konzeption: Entwicklung eines zukunftsfähigen Planungsmodells in CCH Tagetik auf Basis der spezifischen Unternehmensanforderungen.
  • Implementierung und Datenmigration: Technische Umsetzung inklusive Datenmodellierung, Workflow-Konfiguration und Validierung der Planungslogiken.
  • Schulung und Go-live-Begleitung: Praxisorientierte Schulungen für Fachanwender sowie kontinuierlicher Support während der ersten produktiven Planungszyklen.
  • Dlouhodobé partnerství: Weiterentwicklung und Optimierung des Systems auch nach der Produktivsetzung, einschließlich Stammdatenpflege und Reporting-Erweiterungen.

Mit nachgewiesener Erfahrung aus Projekten bei namhaften Unternehmen wie der Talanx AG steht Gramke Consulting für strukturierte, technisch fundierte Lösungen, die messbaren Mehrwert liefern. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und erfahren Sie, wie Ihr Unternehmen von einer professionell begleiteten Migration zu CCH Tagetik profitieren kann.

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